Arbeiten an Silvester: Wege aus dem Motivationstief

Die ganze Familie und alle Freunden sind an Silvester zusammen – wirklich alle? Leider nein. Denn in vielen Dienstleistungsberufen wie zum Beispiel in der Gastronomie legen die Mitarbeiter an Silvester keinesfalls die Füße hoch und die Arbeit nieder, sondern der Betrieb geht normal weiter.

Und, wenn man dann erst an den Jahreswechsel mit Silvestermenüs und zahlreichen Veranstaltungen denkt, kann man sich vorstellen, wer alles keine Zeit hat mit Champagner anzustoßen, sondern vielmehr am Gläser spülen ist. Denn einer muss die Arbeit schließlich machen. Wie man als Chef seine Mitarbeiter trotzdem bei Laune hält, haben wir hier kurz zusammengefasst.

1.     Offenheit bei der Personalplanung

Die Planung, wer an Silvester arbeitet, sollte in jedem Fall rechtzeitig – wenn möglich mehrere Wochen vorher – und vor allem offen erfolgen. Am besten spricht der Chef einzeln mit seinen Angestellten über deren private Situation oder es wird eine Personalversammlung einberufen. Im offenen Gespräch wird vielleicht ein alleinstehender Mitarbeiter selbst einsehen und verstehen, dass es kollegial ist, die Schicht am 31. zu übernehmen und einem Kollegen mit kleinen Kindern das Fest nicht gänzlich zu ruinieren. Kommunikation und das Einbeziehen der Mitarbeiter in die Planung wird erzielen, dass sich das Team weniger gezwungen oder womöglich bestraft fühlt und so motivierter an die leidige Feiertagsarbeit herangeht.

 

2. Für Ausgleich sorgen

Wenn es irgendwie geht sollte darauf geachtet werden, dass die „leidigen Tage“ gerecht und einigermaßen ausgeglichen im Team verteilt werden. Hier sollte man als Chef im offenen Gespräch ruhig ein bisschen mit seinen Mitarbeitern „rumdealen“. Beispielsweise kann man als Ausgleich für die Arbeit am 31. einen freien Feiertag das nächste Jahr vorschlagen. Falls das Team zu klein ist und alle mit anpacken müssen, lohnt sich natürlich auch der Ausgleich mit anderen Mitteln: Ob dies nun ein finanzieller Extrabonus ist, kleine Geschenke wie Gutscheine für einen Besuch im Spa oder zusätzliche Urlaubstage im Januar, hängt dabei von den Voraussetzungen des Unternehmens beziehungsweise des gastronomischen Betriebs ab.

 

3. Anerkennung zeigen

Lob, Respekt und ein ehrliches Danke an alle fleißigen Feiertagsarbeiter kann schon viel bewirken. Wenn der Chef persönlich und einzeln auf seine Mitarbeiter zugeht und sich bei ihnen für ihren Einsatz bedankt, fühlt sich jeder Einzelne wertgeschätzt und wird die leidigen Schichten entspannter antreten. Am besten und ehrlichsten ist es natürlich, wenn auch der Chef sich nicht drückt und an den Feiertagen mit anpackt – denn schließlich ist geteiltes Leid auch hier halbes Leid.

 

4. Abwägen und priorisieren

Wird das Café am 31. tatsächlich ausgebucht sein oder kann man an diesem Tag die Öffnungszeiten verkürzen? Lohnt es sich am 1. Januar wirklich schon vormittags auf zu machen oder ist das verlorene Liebesmüh und vergeudete Arbeitszeit? Eine gute Kalkulation und eventuelle Analyse der Vorjahre kann schon im Vorhinein helfen die Personalplanung sinnvoll, effektiv und strukturiert zu gestalten. Denn wenn man dann an Silvester in einem leeren Laden steht und eigentlich auch nach Hause gehen könnte, ist jeder Mitarbeiter gefrustet.

 

5. Angenehme Arbeitsbedingungen

Versuchen Sie als Chef die Arbeit an Silvester so angenehm wie möglich zu gestalten. Vielleicht legen Sie jedem Mitarbeiter ein kleines Geschenk wie ein „Durchalte-Set“ mit Müsliriegel oder Schokolade an seinen Platz oder sorgen dafür, dass es etwas Besonderes zu Essen oder zu Trinken für alle gibt. Nehmen Sie aktiv Anteil – ob das nun direktes Mitarbeiten ist oder ein kurzer Anruf, ob alles ok ist und ein Danke – hängt dabei von der Art des Unternehmens und der individuellen Möglichkeiten im Team ab.

  

6. Belohnen

Schmeißen Sie im Neuen Jahr doch eine tolle Nachsilvester-Sause mit ihrem Team oder laden Sie alle zum Essen ein. Feiern Sie gemeinsam den Erfolg und den Einsatz jedes einzelnen Mitglieds – denn hier gilt schließlich: Geteilte Freude ist doppelte Freude!


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