Die intrinsische Motivation – Wenn Lernen wie von selbst läuft

Die tägliche Joggingrunde ein bisschen schneller laufen, ein Fünf-Gänge-Menü für Freunde kochen, Leonardo da Vinci’s „Mona Lisa“ detailgetreu abmalen oder vier Wochen mit leichtem Gepäck den Jakobsweg wandern – Jeder hat Hobbys und Leidenschaften, bei denen man sich anstrengt und zur Bestform aufläuft.

Und zwar nicht, weil man muss, sondern ganz einfach, weil man will, für eine Sache brennt und Spaß daran hat. Egal, ob Sport, handwerkliche Tätigkeiten, intellektuelle Leistungen oder soziale Aktivitäten – wer Freude an einer Sache empfindet, möchte darin gut sein und strengt sich an, ohne dies als Zwang zu empfinden. Er oder sie ist von innen heraus motiviert ohne durch äußeren Druck oder Anreize zur Leistung gezwungen zu werden.

Eine solche Art der inneren Motivation nennt man intrinsische Motivation. Schon kleine Kinder besitzen diese Art der Freude am Wollen, wenn sie im Spiel Neues lernen oder alles daran setzen eine bestimmte Aufgabe zu lösen. Denn Tätigkeiten, die man selbst als sinnvoll und erfüllend empfindet, möchte man schließlich auch gerne bewältigen und entwickelt einen „gesunden“ Ehrgeiz solche selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Kinderspiele, Hobbys, Leidenschaften – alles schön und gut, doch wie ist es mit der intrinsischen Motivation im Berufsalltag? Gibt es hier überhaupt so etwas oder ist im Job alles nur lästige Pflicht und harter Broterwerb? Wie kann man als Angestellter oder als Mitarbeiter in Führungsposition eine solche Art von Motivation im Alltag erlangen? Um dies zu klären, lohnt sich ein kurzer Blick auf den Gegenspieler der intrinsischen Motivation: Die extrinsische Motivation. In dem Moment, wo wir eine Sache nur deshalb ausüben beziehungsweise uns nur deshalb anstrengen, weil wir entweder eine Strafe bei Nicht-Erfüllung erwarten oder eine Belohnung bei erfolgreicher Bewältigung, kommt unsere Motivation von Außen. Druck und Zwang beziehungsweise Boni und Belohnungen von Außen sind in diesem Moment der Auslöser unserer Motivation. Wer sich an lästige Mathe-Hausaufgaben erinnert, bei deren Erledigung man einen Fleißstern von seiner Lehrerin bekam, weiß wovon die Rede ist.

Boni und Belohnungen bei erledigten Aufgaben? Dies kann man eigentlich ja eins zu eins auf unseren Joballtag übertragen. Wir arbeiten für eine Bezahlung und kommen jeden Tag ins Büro beziehungsweise an den Arbeitsplatz, weil uns der Chef sonst feuern könnte, wir kein Geld verdienen und Angst haben die Miete nicht zahlen zu können. Dies ist zwar richtig und Realität, jedoch nur die eine Seite der berühmten Medaille. Denn ex- und intrinsische Motivation können sich auch überschneiden. Dies geschieht dann, wenn man zum einen Spaß an den gestellten Aufgaben hat und zum anderen auch eine externe Anerkennung durch Bezahlung und Wertschätzung erhält. Hinzu kommt noch, dass man dem eigenen Bild von sich entsprechen will. Wer beispielsweise die Vorstellung von sich hat fleißig und strebsam zu sein oder schlichtweg ein wahnsinnig guter IT-Profi, der wird sich gerne und aus eigenem Antrieb im Job anstrengen.

Um eine solche für das Unternehmen und den Einzelnen zielbringende Überschneidung von ex- und intrinsischer Motivation zu erlangen – schließlich erzielt ein motivierter Mitarbeiter höhere Leistungen, sodass auch das Unternehmen profitiert –, müssen allerdings die Rahmenbedingungen stimmen. So sollten die gestellten Aufgaben niemals langweilig sein, allerdings auch keine totale Überforderung darstellen und dadurch Frustration auslösen. Darüber hinaus sollte jede Leistung auch wertgeschätzt werden. Und zwar nicht nur finanziell, sondern auch persönlich und emotional. Außer dem klassischen Schulterklopfer vom Chef oder den anerkennenden Worten von Kollegen helfen hier Systeme wie sell & pick. Hier kann man digital Leistungen von Mitarbeitern mit einem „Cheers“ loben oder sich bei Kollegen bedanken. Außerdem kann jeder einzelne, die eigenen Leistungen, welche graphisch auf dem Smartphone oder Tablet dargestellt werden, einsehen, sodass die eigenen Fortschritte erkennbar sind und man sich sogar eigene Ziele stecken kann. Dies beflügelt beide Arten der Motivation – die intrinsische durch den verstärkten Anreiz „die Kurve nach oben zu ziehen“ und sich selbst stetig zu verbessern. Und auch die extrinsische, da man Anerkennung und Lob durch Chef und Kollegen erfährt.

Wer auf eine solche Art und Weise ex- und intrinsisch motiviert ist, wird auch schwierigere Aufgaben oder stressigere Phasen im Job gut, gerne und manchmal sogar wie im Flow bewältigen und meistern können. Denn Arbeit und Spiel sind gar nicht so weit auseinander!

 

Foto: https://unsplash.com/search/sport?photo=52p1K0d0euM


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