Gastgewerbe und Digitalisierung – warum die Branche diesen Trend nicht verschlafen sollte

Alles wird digital. Fast jeder Mensch, der uns heute auf der Straße entgegenkommt oder der uns in der Bahn gegenübersitzt, schaut auf sein Handy. Experten sehen voraus, dass wir in rund zehn Jahren die Bildschirme sogar permanent vor den Augen tragen – in Form von Augmented Reality Brillen. Die Folge ist: Wer heute nicht online vertreten ist, der wird nicht bemerkt, der gehört nicht dazu, er ist schlichtweg nicht existent!

Hinzukommt, dass digitale Abläufe unsere Strukturen vereinfachen, transparenter, ja effizienter machen. In vielen Gastronomie-Betrieben ist dennoch häufig zu beobachten, dass die Servicekräfte Bestellungen immer noch mit Stift und Block aufnehmen, Abrechnungen werden manuell von Hand geschrieben und Lieferungsanfragen per Telefon oder Fax getätigt. Was ist da los?!

Besonders kleine Familienbetriebe, die noch dazu schwer an Nachwuchs kommen und so auch auf wenig junge und moderne Einflüsse zurückgreifen können, tun sich schwer mit der Digitalisierung ihres Betriebes. Nicht selten passiert es einem als Gast, der sich das Restaurant vor seinem Besuch online anschauen und sich aus Vorfreude über das anstehende Essen durch die Speisekarte klicken möchte, dass man auf der Internetseite (wenn es denn überhaupt eine gibt) nicht mehr als ein Bild und die Adresse vorfindet. Das ist ernüchternd und leider auch wenig einladend. Sodass der Gast sich schlimmstenfalls gegen die Gastronomie entscheidet und diese – trotz der vielleicht ausgesprochen guten Küche – gar nicht erst dazu kommt, sich von dieser ihrer besten Seite zu präsentieren.

Zugegeben: das beschriebene Szenario ist der Worst-Case-Fall. Viele Gastronomen beschäftigen sich natürlich mit der Digitalisierung und mit welcher Strategie sie deren Vorteile für sich nutzen können. Leider hört diese Strategie aber oft bei dem Nächstgelegenen auf – sprich: beim einigermaßen ansprechenden Internetauftritt in Form einer Homepage und/ oder einer Facebook-Seite. Beides sollte heutzutage nun wirklich Usus sein. Um sich langfristig auch online zu präsentieren und ein Image und Markennamen aufzubauen, ist aber vielmehr ein integrierter Ansatz gefragt – und der muss sowohl die Gäste und Kunden, als auch die Mitarbeiter ansprechen und ins Boot holen.

Es stellt sich die Frage: Welche Vorteile hat der Gastronom durch die umfassende Digitalisierung seines Geschäftes und wie kann so eine umfassende Digitalisierung aussehen?

 

Zum ersten Punkt ist zu sagen: die Bewegung weg von manuellen Vorgängen und hin zur Digitalisierung dieser bringt vielerlei Nutzen mit sich. Daten über ein System zu erfassen statt händisch auf einem Zettel fördert die Automatisierung von Prozessabläufen, verursacht weniger Kosten und vermeidet Fehler – klar, ein Telefonat erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man missverstanden wird, dass etwas vergessen wird oder ein Posten untergeht. Im Gegensatz zur Email, in der noch einmal alles zum Nachlesen parat steht. Und die bei Bedarf einfach noch einmal weitergeleitet werden kann, wenn die gleiche Bestellung zum Beispiel nächsten Monat wieder getätigt werden soll.

 

Ganz zu Schweigen von Apps und Programmen, mithilfe der Gastronom seinem Gast heute auch ermöglichen kann, über deren Internetseite zum Beispiel einen Tisch zu reservieren, das Essen nach Hause zu bestellen oder Feedback zu geben. Das bringt ihm nicht nur in Sachen Servicecharakter viele Pluspunkte ein. Online-Speisekarten über Facebook und Co., Foodpics bei Instagram machen zudem eine stärkere Erlebnisorientierung möglich. Was den Gast wiederum an das Restaurant, die Bar etc. bindet. Stehen Informationen wie zum Beispiel Gästefeedback als Comments in den diversen Social Media Kanälen quasi in Echtzeit zur Verfügung, können Gastronome schnell auf Trends reagieren und den ggf. anfallenden Mehrbedarf vorhersehen und ihn bei den anstehenden Bestellungen und/ oder der Änderung der Speisekarte, Planung von Eventhighlights etc. berücksichtigen.

 

Es geht aber auf der anderen Seite auch darum, den Nutzen der Digitalisierung für den Mitarbeiter auszunutzen – und damit natürlich auch wieder für den Gastbetrieb selber. Und das macht letztlich auch eine umfassende Digital Strategy aus – nicht beim Gast aufzuhören!

Mit dem digitalen System von sell & pick zum Beispiel wird nicht nur die Mitarbeitersteuerung und -motivation, sondern auch die wirtschaftliche Transparenz möglich gemacht.

Das Servicepersonal geht damit eine Art Challenge mit sich selber ein – denn alle Einnahmen, alle Ergebnisse des Tages, der Woche und des Monats werden erfasst und es gilt für jeden Mitarbeiter, seine eigenen Stärken zu erkennen, seine Ziele zu stecken und den Fortschritt zuverlässig immer vor Augen geführt zu bekommen. Das weckt den Spieltrieb des einzelnen Mitarbeiters, fördert seinen Spaß an der Arbeit, die Identifikation mit dem Gastbetrieb und dem eigenen Tun und damit letztlich auch der Effizienz und der Einnahmenentwicklung des Restaurants.

 

Wir sehen: die Digitalisierung eröffnet auch der Gastbranche große Möglichkeiten.

Sei es der kleine Famliencaterer oder die große Restaurantkette – wer seine Online-Strategie umfassend plant, sodass sowohl die Kunden als auch die Mitarbeiter involviert sind, wird auch in Zeiten des immer präsenter werdenden WWW langfristig Erfolg haben.

 


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