Auszug aus der Lernpsychologie – Intrinsische Motivation

Gewinnmaximierung. Jahresziele. Branchenauszeichnungen. Neben all diesen Meilensteinen des Unternehmenserfolgs wird doch häufig vergessen, worauf jeder Fortschritt eigentlich basiert, wovon er maßgeblich abhängt: von einem starken Team, das zusammen am selben Ziel arbeitet – voller Leidenschaft und Motivation. Ein Team das alles daran setzt, die gemeinsame Sache zum Erfolg zu führen. Aus der Lernpsychologie ist bekannt: wenn ein Mensch lernen WILL, tut er das ganz von alleine. Ohne Äußere Einflüsse durch Druck oder Belohnung. Er tut es, weil er darin seine eigene Erfüllung sieht. Ein psychologischer Aspekt, der auch in der Berufswelt von entscheidender Bedeutung ist.

Denn man kann ihn eins zu eins darauf übertragen: Wer seine Mitarbeiter richtig motiviert, der hat quasi den heiligen Gral des Erfolgs gefunden. Aber was motiviert uns? Und warum ist es gerade so wichtig bei den Mitarbeitern die RICHTIGEN Motivationsmotive zu triggern?

Motivieren kann uns viel. Geld, Macht, Ansehen – das sind wohl die ersten Aspekte, die den meisten sofort in den Sinn kommen. Aber in unserer gut genährten Gesellschaft werden zunehmend andere Aspekte wichtig, die motivieren. Denn wie motiviert man einen Menschen, dem es gut geht – dessen Lebensstandard gesichert ist? Immer mehr Geld ist hier nicht die richtige Lösung. Im Gegenteil. Studien des weltweit führenden Markt- und Meinungsforschungsinstituts Gallup beweisen, dass die Eigeninitiative von Mitarbeiter ab einer gewissen Entlohnung durch eine noch höhere Vergütung abflacht.

Statt solcher so genannter extrinsischer – also von außen herbeigeführten – Motivationsverstärker, funktioniert die intrinsische Motivation wahre Wunder. Und lässt den einzelnen Mitarbeiter Bäume versetzen. Intrinsische Motivation – das ist die innere aus dem Mitarbeiter selbst entstandenen Motivation. Heißt: Ich mache meine Arbeit einfach gerne, weil sie mir Spaß macht, ich mich mit ihr identifizieren kann und ich sie als sinnvoll und herausfordernd betrachte. Weil mich die Sache und alles was damit zusammenhängt tatsächlich auch persönlich interessiert. Und weil es mir eine Befriedigung gibt, wenn das große Ganze, zu dem ich meinen Beitrag leiste, Erfolg hat.

 

Kurz gesagt: wenn meine Mitarbeiter ihre täglichen Aufgaben nicht als lästig empfinden, sondern sie sogar ihrer selbst willen erledigen – weil sie ihnen Freude bereiten, eine Herausforderung aber keine Überforderung sind, dann fühlt sich Arbeit für sie nicht mehr wie Arbeit an.

Eine außerordentliche Belohnung im materiellen Sinn ist nur dann sinnvoll, wenn eintönige Arbeit erledigt wird – zum Beispiel in Fabriken oder am Fließband. Auch das hat uns Gallup gezeigt. Tätigkeiten, die an sich nicht als befriedigend und herausfordern erachtet werden. In solchen Fällen kann eine höhere Bezahlung die Motivation stärken, bzw. kann ja sogar NUR dadurch erreicht werden. Kreatives und eigenverantwortliches Arbeiten – so beweist der Motivation Crowding Effect – kann letztlich aber zum großen Teil nur durch die Steigerung und Förderung der intrinsischen Motivation zum vollen Potential geführt werden.

 

Was lernen wir daraus? Motivation geht immer auch mit Emotionen einher – beide sind vom Arbeitsprozess nicht trennbar. Wer die Emotionen seiner Mitarbeiter ansprechen kann, belebt nicht nur das Team von innen, sondern auch den eigenen Unternehmenserfolg.


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