TEAM = Toll, ein anderer macht’s! – die Relevanz eines positiven Betriebsklimas & was man dafür tun kann

Die Tür des Aufzugs öffnet sich, man tritt ein und das einzige, was einem entgegenkommt, ist ein nüchternes „Hallo.“ Weder ein Lächeln, noch ein anderes kleines Zeichen menschlicher Anteilnahme. Geschweige denn ein Gespräch. Solche Aufzugfahrten können sich wie Kaugummi ziehen. Gesprochen wird dann erst wieder, wenn man den verbündeten Kollegen an der Kaffeemaschine trifft. Natürlich in Form von Lästereien. Kollege X wurde wieder kein Urlaub genehmigt, Kollegin Z hat sich im Meeting mal wieder profiliert – und überhaupt kann man weder an den Teammitgliedern, noch am Chef ein gutes Haar lassen. Wenn es so weit gekommen ist, ist das Kind schon längst in den Brunnen gefallen. Ein schlechtes Betriebsklima zu optimieren, ist schwer bis unmöglich. Denn eine negative Atmosphäre setzt sich schnell in den Köpfen der Mitarbeiter fest. Es gilt, von Anfang an Regeln für das Miteinander zu setzen. Denn nur wer sich in der Firma und im Team wohlfühlt, wird engagiert und effizient arbeiten. Und damit zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

„Das Arbeitsklima ist das einzige Klima, das man selber bestimmen kann.“ – behauptet der Volksmund. Aber was kann jeder einzelne tun, um die Atmosphäre im Büro oder in der Firma zu verbessern?

 

Die oberste Regel sollte heißen – und zwar für wirklich alle Beteiligten, egal welche Position sie bekleiden: Jeder einzelne gestaltet das Betriebsklima mit. Und jeder kann es mit kleinen Dingen, zum Beispiel der richtigen Einstellung, positiv beeinflussen. Mit Kollegialität, Teamgeist und Verständnis für die Situation des anderen. Machen Sie sich bewusst: Je besser das Betriebsklima, desto stressfreier ist auch die alltägliche Arbeit. Und wer weniger Stress auf der Arbeit hat, erhöht seine eigenen Lebensqualität – auch in der Freizeit. Denn er ist auch nach Feierabend noch offen für Aktivitäten und die Familie. Wer schon im Büro täglich auf zwischenmenschliche Konflikte stößt, wird Zuhause nur noch wenig Kraft haben, um sich beispielsweise um Probleme der Kinder oder des Partners zu kümmern.

 

Zweite Regel: Kommunikation. Und zwar die richtige! Lästereien und Klatsch gehören nicht dazu! Sie unterstützen nur die Gruppenbildung. Und die wirkt wiederum der Teamarbeit entgegen.  Letztlich möchte jeder vom Team angenommen und respektiert werden. Lästereien schaffen zwar Anknüpfungspunkte, denn wer sich zusammen über etwas beschweren kann, fühlt sich zugehörig. Aber sie treiben eben auch einen Keil durch die Gruppe. Suchen Sie sich andere gemeinsame Schnittpunkte, beispielsweise gemeinsame Hobbys oder Projekte, wie eine Lunch-Gemeinschaft. Überhaupt sollte man sich und den Kollegen Raum lassen, sich privat auszutauschen. Das erhöht das Bewusstsein dafür, dass der andere auch ein Mensch ist – mit Gefühlen, Bedürfnissen, guten sowie schlechten Eigenschaften.

 

Dritte Regel hin zum positiven Betriebsklima: Konflikte direkt ansprechen bevor sie sich hochschaukeln. Denn oftmals entstehen Differenzen auch nur durch ein Missverständnis. Das passiert zum Beispiel häufig im Schriftverkehr. Geschriebene Sprache ist viel anfälliger für Missverständnisse, da die nonverbalen Informationen fehlen. Gehen Sie statt eine E-Mail zu schreiben doch vielleicht einfach mal zum Kollegen gegenüber ins Büro, klopfen an die Tür und sprechen mit ihm direkt. Das schafft persönliche Verbundenheit und vermeidet Kommunikationsfehler. Wer zudem Differenzen anspricht, bevor sie zu einem ausgewachsenen Konflikt werden, kann oftmals zwischenmenschliche Reibereien, die den Arbeitsalltag erschweren, verhindern.

 

Dabei gilt: Kritik sollte immer konstruktiv geäußert werden! Gefragt ist hier die richtige Formulierung. Wie sagt das Sprichwort so schön: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch heraus. Negative Messages sollten nicht nur diplomatisch formuliert, sondern am besten auch persönlich überbracht werden. Möglichst im Vier-Augen-Gespräch und nicht im Beisein Dritter – alles andere führt zu einem Gesichtsverlust des Kritisierten. Auch ein Lob oder Kompliment, das man immer mal wieder einstreut, kann dafür sorgen, dass hier und da nötig werdende Kritik besser angenommen wird, weil sie vom Empfänger als gerechtfertigt wahrgenommen wird. Totschlag-Phrasen wie „Sind wir denn hier im Kindergarten!?“ Müssen unbedingt vermieden werden. Sie sind nicht ergebnisorientiert und führen zu keiner Lösung des Konflikts, sondern befeuern ihn sogar noch.

 

Fünfte Regel: Übernehmen Sie Verantwortung! Wenn jeder alles von sich schiebt, dreht man sich nicht nur selber im Kreis, sondern das ganze Team tut es. Und damit letztlich auch die Abteilung und das Unternehmen. Die Arbeit wird nie fertig werden, denn keiner will so richtig Eigeninitiative ergreifen. Der Grund: wenn am Ende Fehler passieren, will es niemand gewesen sein. Stattdessen: klare Aufgabenbereiche festlegen, die Mitarbeiter und Teamkollegen zum Anpacken ermutigen und festhalten, dass jeder die Verantwortung für das tragen kann, was er oder sie tut – ganz ohne Bauchweh. Damit das klappt, erfordert es einen guten und fairen Umgang mit Fehlern – transparent und offen. Wer etwas falsch macht, darf weder von den Kollegen noch vom Chef stigmatisiert werden. Fehler sind menschlich und können passieren – dass sollte das Kredo sein. Unter der Prämisse, dass jeder immer sein Bestes gibt, wird auch jeder Mitarbeiter genug Selbstbewusstsein entwickelt, mit einem guten Gefühl und mit Überzeugung anzupacken und Verantwortung zu übernehmen. Und das ist letztlich die Voraussetzung für das Wachstum jedes Unternehmens.

 

Bei allen guten Vorsätzen, Regeln und Geboten: wie positiv ein Betriebsklima ist, hängt natürlich auch immer von den Sozialkompetenzen und der menschlichen Reife der Mitarbeiter ab. Jeder muss sich mit den Kollegen und der Chefetage auch verstehen wollen und Teamwork als einen wichtigen Faktor im Arbeitsalltag erkennen. Aber es liegt auch am Unternehmen die Basis für zwischenmenschlich gute Beziehungen unter den Mitarbeitern zu schaffen. Für ein kollegiales Miteinander und damit auch für den langfristigen Erfolg seines Arbeitgebers.

 


Antworten

XHTML: Du kannst diese Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Jetzt für den sell & pick Newsletter anmelden!

Anrede*
Vorname*
Nachname*
Firma*
E-Mail*