Gastronomietrends – Vier Innovationen, die 2018 auf den Teller kommen

Die Gastronomie ist wohl eine der Branchen, die auch im kommenden Jahr am meisten pulsieren wird. Warum? Weil sie einfach immer schon am Puls der Zeit war und sein muss. Denn, wie schon das alte Sprichwort sagt: „Du bist, was du isst!“. Menschen sehen Essen als einen Ausdruck ihrer selbst und somit werden individuelle, innovative Konzepte gefordert. Die Gäste warten auf immer neue Überraschungen, immer größere Hingucker und noch originellere Ansätze.

Die Konkurrenz schläft schließlich auch nicht… Wie in der Mode gibt es also auch in der Gastronomie jede Saison und jedes Jahr neue Trends und Moden. Sie greifen Entwicklungen aus unserer Gesellschaft auf und erfinden die Branche mitunter neu, es kommt zu Fusionen, Abgrenzungen und zu allerlei spannenden Bewegungen, die nicht nur den Gast, sondern auch den Szenekenner, immer wieder zum Staunen bringen. Und außerdem dafür sorgen, dass die Kochkultur in Deutschland lebendig bleibt. Es folgen: vier der trendigsten Konzepte, mit denen uns die Gastronomieszene 2018 beglücken wird.

 

Trendbewegung 1: Tradition trifft auf Moderne

Nicht nur in München und im bayrischen Umland merkt man: Im Gegensatz zum in Deutschland allgemein bekannten und beklagten Kneipensterben erlebt das gute alte Wirtshaus gerade ein echtes Revival. Aber natürlich nicht, ohne sich neu zu erfinden – das wäre ja langweilig! Junge Wirtshäuser kommen in neuen Gewändern daher. Da werden nicht nur die Räumlichkeiten mit modernen Materialien in Kombi mit traditionellen Holz-, Filz- oder anderen Naturelementen gemixt, auch die Speisekarten interpretieren die Hausmannskost neu. Mit kleineren, appetitlicheren Portionen, hübsch angerichtet und mit überraschenden Zutaten verfeinert, wird die einst so deftige Speise frisch, jung und mutig gemacht. Im Zentrum steht immer: das Miteinander in gemütlicher Runde, das Bodenständige aber auch das Besondere im Ursprünglichen. Ebenso authentisch erobern Heimatküchen aus fernen Ländern unsere Restaurants: zum Beispiel aus Korea, Japan oder Südamerika.

Gegensätzlich zu all diesen Bewegungen, die die Ursprünglichkeit feiern, gibt es vermehrt auch Neuzugang in der Restaurantszene, die absolut auf innovative und kreative Impulse setzen. Heraus kommen Hybrid-Kreationen wie zum Beispiel im Bereich Eiscreme stark zu beobachten: Ice Cream Rolls, Stickstoffeis oder Produktkombis wie Marshmallow-Eiscreme.

 

Trendbewegung 2: Essen mit Mehrwert

Mit Blick auf die kommenden Existenzgründungen kristallisiert sich ein weiterer neuer Trend namens „mehrwertorientierte Gastronomiekonzepte“ heraus. Neben dem kulinarischen Erlebnis stehen Funktion und Effizienz des Essens im Vordergrund. Beispiele: Superfood, Functional Food, gluten- und/oder laktosefrei, vegan und vegetarisch. Tellerfreuden mit der Besonderheit die Gesundheit in den Fokus zu stellen. Solche Ansätze kommen zwar ernsthaft, aber trotzdem ohne erhobenen Zeigefinger daher. Stattdessen wird auf unterhaltsamen Style, Coolness und Lässigkeit gesetzt und ist somit unter anderem für die kaufkräftige junge (Hipster-)Zielgruppe ansprechend.

 

 

Trendbewegung 3: Weltoffenheit auf dem Teller und im Kopf

Politik macht auch vor der Gastronomie nicht Halt. 2017 war DAS Jahr der Migration und Integration. „Refugees welcome“ – das Kredo einer modernen, weltoffenen Gesellschaft. Die Migrationsströme aus aller Welt brachten und bringen eine neue und herrliche Vielfalt in unsere Küchen. Schon heute kommen in Deutschland knapp 30 Prozent der Mitarbeiter in Hotellerie und Gastronomie aus aller Welt – ein Anteil, den kein Wirtschaftsbereich sonst aufweist! Wir sehen also: Essen vereint die Menschen und sorgt für bunte Teller. Die Gastronomie ist unglaublich wichtig für kulturelles Verständnis und Interesse und trägt so einen erheblichen Teil zur Integration und Völkerverständigung bei.

 

 

Trendbewegung 4: Sharing is/and caring

18 Millionen Tonnen Nahrungsmittel landen in Deutschland pro Jahr in der Tonne. Knapp 20 Prozent davon werden alleine in der Gastronomie fabriziert. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch gastronomische Konzepte entwickeln, die nach Lösungen suchen. Sie heißen beispielsweise “From Nose to Tail”, “Zero Waste”, “Farm-to-table” oder „To Good To Go“. Ihr gemeinsames Ziel ist schnell zusammengefasst: Ganzheitlichkeit. Diese neuartigen Bewegungen lösen das Nachhaltigkeitsproblem auf unterschiedliche Art und Weise: ob komplette Lebewesen und/oder Lebensmittel verwerten, Müll vermeiden, oder übrig gebliebene Speisen als Restposten anzubieten. Die drei Zauberworte lauten: Regionalität, Lokalität und Natürlichkeit – damit wollen die Betreiber der Umwelt und der Gesellschaft Gutes tun.

Das hat mittlerweile sogar solch ein Ausmaß genommen, dass einige Restaurants dazu übergehen, sich selbst mit dem zu versorgen, was sie an Zutaten autark anbauen können. Paralleler Mehrwert für den Gast: Er bekommt ganz automatisch die Möglichkeit, die Herkunft der Lebensmittel bewusst und transparent nachvollziehen zu können. Das schafft nicht nur Wissen, sondern auch Vertrauen in dieser hochindustrialisierten Welt, die wir sonst gewohnt sind.

 

Fazit: ob Altbewährtes neu interpretieren und erleben, zusätzlich zum guten Essen auch gesellschaftlichen und gesundheitlichen Mehrwert schaffen und Nachhaltigkeit fördern, oder aber auch die seit Anbeginn der Menschheit gefeierte Gemütlichkeit einer gedeckten Tafel einfach mal auf eine andere Weise feiern – fest steht: auch 2018 wird ein besonderes Jahr für die Gastronomie, sodass wir uns auf viele schöne Lunch und Dinner an den facettenreichen Restauranttischen unserer Republik freuen dürfen!


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