Strategien zur Eigenmotivation – Wege aus dem Neujahrstief

The same procedure as every year… Während der Feiertage hat man alle Hochgenüsse in vollen Zügen mitgenommen, das Leben mit jedem Atemzug genossen – immer mit dem Hintergedanken: „Ach ja, ab Anfang nächsten Jahres kann ich ja wieder auf die Figur achten, Joggen gehen, die Pflichten des Alltags erledigen… Und schwupps, schon ist die schöne freie Zeit wieder um und man rauscht mit den Gedanken voller guter Vorsätze in‘s neue Jahr ohne überhaupt mal daran gedacht zu haben, wie man sie eigentlich am besten umsetzt. Und dann trifft einen auch noch die erste Arbeitswoche extrem hart – früh aufstehen, ein voller Terminplan, Deadlines und und und. Aber keine Angst: Um den Neujahrscrash zu vermeiden, helfen ein paar einfache aber effiziente Motivationsstrategien. Here we go!

Erst einmal ist es wichtig, sich den Unterschied zwischen „Motivierung“ und „Motivation“ klarzumachen. Während Motivierung extrinsische, also von außen gerichtete Motivation ist, wie beispielsweise Lob oder eine (monetäre) Belohnung, ist Motivation der von innen und aus sich selbst heraus entstehende Antrieb. Das macht die Motivation zur Königin aller Motoren, denn nur wer etwas aus eigenem Willen tut, wird es mit voller Energie tun und sein Ziel erreichen. Wer nur von außen motiviert wird, neigt zum kurzfristigen Aktivismus. Bei jedem weiteren Ziel, wird er eine stärkere Außenmotivation erwarten. Nur wem es gelingt, äußere Motive in innere zu verwandeln, kann von der Antriebskraft echter Motivation profitieren und diese nutzen. Ein gutes Beispiel: Sport. Wem aktiv sein schwer fällt, kann sich gut damit am Ball halten, wenn er die Faktoren Geselligkeit und Freunde einbezieht.

Aber nicht in jedem Bereich des Lebens hat man die Möglichkeit, sich durch eine Verabredung mit Freunden zu etwas zu motivieren, zu dem maneigentlich keine Lust hat oder zu dem der Elan fehlt. Wir denken zum Beispiel an berufliche Ziele oder persönliche Schritte, die im ersten Moment schwer umsetzbar scheinen. In solchen und überhaupt fast allen Fällen helfen ein paar kleine Schritte, mit denen man sich selbst innerlich in die richtige Einstellung versetzen kann.

Fünf Regeln, die man sich in 5 Minuten einfach mal gedanklich zu Gemüte führen sollte, um seinen Blickwinkel auf kommende Herausforderungen neu zu generieren:

 

1 Ansehen, was man bisher geleistet hat. Was habe ich im letzten Jahr für tolle Ziele erreicht, sei es beruflich oder privat! Wer sich das verdeutlicht, schafft eine innere Stärke. Und die macht wiederum Mut, den nächsten Berg zu erklimmen.

2  Auf dieser Stärke aufbauen! Fokussieren sollte man sich besonders auf die positiven Dinge, die hinter einem liegen. Zusatzstrategie: sich von den negativen Aspekten nicht runterziehen lassen, sondern sie aktiv als Learnings verbuchen! Ein Fehler aus dem ich lerne, war nicht umsonst! Denn ich werde ihn nicht wieder tun.

3 Sich kleine Dinge vornehmen! Wer sich direkt am ersten Bürotag die 2Do Liste für die nächsten Monate schreibt, wird sich schnell überfordert fühlen. Ebenso der, der von 0 auf 100 direkt am ersten Trainingstag eine Stunde durch den Park joggen und dann noch 100 Bahnen schwimmen will. Kleine Schritte sind die Devise – so hat man schon am ersten Tag ein Teilziel erreicht und die nächsten sind absehbar. Das ermutigt zu mehr!

4 Ziele klar definieren! Wer sich vornimmt „einfach mehr Sport zu machen“, weiß am Ende gar nicht, ob und wann er sein Ziel erreicht hat. Noch gibt er sich konkrete Ansatzmöglichkeiten für den Start. Lieber vorher REALISTISCH planen und den Plan durchdenken: Wie oft in der Woche schaffe ich es, Sport zu machen, wie lang und am besten auch schon: wie schaffe ich es, mir die Trainingszeit freizuhalten?! Ein fester Termineintrag im Kalender schon für die nächsten Wochen der nächsten Monate schafft Stabilität und Routine. Und man bekommt weniger Möglichkeiten für Entschuldigungen. Je konkreter das Ziel und der Plan, je durchsetzungsfähiger werden gute Vorsätze. Und so steigt auch die Motivation mit jedem Schritt und Teilziel.

5 Demotivation unbedingt vermeiden! Zum Beispiel diese Stimmen, die dir sagen „Eigentlich soll das Wetter ja morgen viel besser werden zum Laufen.“ Oder „Dieses Meeting vor den Chefs kann ja auch jemand anderes moderieren – die wissen ja eh was ich kann.“ Solche Stimmen, die einem nur zu gerne Ausreden liefern, kann man getrost ignorieren. „Einfach machen!“ Sollte stattdessen das Kredo lauten. Allen negativen Erwartungen, Versagensängsten und Unsicherheiten zum Trotz. Wer die gar nicht erst aufkommen lässt, muss nicht gegen sie kämpfen.

 

Letztlich ist Eigenmotivation in allen Bereichen des Lebens wichtig. Sie treibt uns an und sorgt damit dafür, dass wir nie stehen bleiben, uns weiterentwickeln und dass uns nie langweilig wird. Auch Herausforderungen können Spaß machen – wer sich selber immer wieder positiv motivieren kann, weiß das. Und zuletzt ist es auch im Arbeitsalltag eine große Kompetenz. Das wissen auch Arbeitgeber. Deshalb wird in Vorstellungsgesprächen mittlerweile das Kriterium Motivation abgefragt. Die Kienbaum-Studie „High Potentials 2002“ besagt: Personalverantwortliche von 100 deutschen Unternehmen erklären „Eigenmotivation“ zur wichtigsten persönlichen Eigenschaft von High Potentials. Also: wer auf der Karriereleiter (die ja häufig auch zum Kriterium für die persönliche Zufriedenheit wird) ein paar Stufen aufsteigen will, sollte sich selbst immer mit genug Eigenantrieb versorgen – denn der führt nicht nur im Sport oder bei anderen guten Vorsätzen zum Neujahr, sondern auch beruflich meistens zum Ziel.

 

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