Quantified Self – Der Spagat zwischen Überwachung und Spaß

Immer mehr Bereiche aus unserem Leben werden messbar gemacht: Schlafen, Essen, Bewegung, ja ich kann mittlerweile sogar kleine, roboterartige Gadgets bemühen, mir zu sagen, wenn ich mein Trinkverhalten vernachlässige. Oder das meiner Blumen! Die Möglichkeiten sind schier unendlich. Und während die Technik natürlich noch auf dem Weg der Verbesserung ist (nicht alle der so genannten Wearables sind immer verlässlich), gehen die kritischen Zeitgenossen unter uns an die Decke: Datenerhebung = Überwachung = Gefahr.

Die Quantified Self Bewegung ist ein Spagat zwischen Überwachung und Spaß. Einerseits wird die Leistung eines Einzelnen oder einer Gruppe analysiert, andererseits motiviert genau dieser Aspekt oft zur Verbesserung der eigenen Leistung und zum Ausschöpfen der eigenen Potentiale…

Besonders der Datenschutz war in letzter Zeit wieder in aller Munde – klar, wer Daten misst und archiviert, der muss auch verantwortungsbewusst damit umgehen. Und diese Mühe ist es wert, denn wann immer wir anhand unabhängiger und neutraler Fakten, Zahlen und Werten Zustände transparent und damit analysierbar machen, haben wir auch die Möglichkeit sie zu verbessern. Und das ist es, warum immer mehr Menschen Selbstoptimierung Spaß macht. Denn sie sehen das Potential.

Gut zehn Jahre ist die Quantified-Self-Bewegung nun schon alt. Seit den Anfängen im Jahr 2007 in San Francisco, als die zwei Journalisten Gary Wolf und Kevin Kelly des amerikanischen Technologie-Magazins Wired den Blog „Quantified Self“ gründeten, ist viel passiert. Selbst Enthusiasten der digitalen Selbstvermessung, hatten die beiden das Ziel, Menschen mit den gleichen Interessen zusammenbringen. Heute ist ihre Webpage als zentrale Organisationsplattform für Quantified Self-Gruppen nicht mehr wegdenkbar. Auch mehrere deutsche Gruppen sind dabei.

Auf diesen Trend springen seitdem auch immer mehr Hersteller der sogenannten Wearables, Gadgets und Miniroboter auf, die sich überbieten, neue und immer präzisere Mess-Utensilien auf den Markt zu bringen. Und so in unseren Alltag zu integrieren, dass sie fast gar nicht mehr bemerkt werden.  Man kann sie bequem am Körper tragen, sie verschwinden in und unter unserer Kleidung, werden als kleine Chips in unsere Technik eingeführt und und und. Möglich ist das durch immer kleinere Sensoren.

 

 Dahinter steckt der große Traum nach Perfektion, der unsere heutige, von Social Media geprägte Gesellschaft mehr denn je umtreibt. Höher, schneller, weiter – das mag sich im ersten Moment oberflächlich anhören. Wenn man aber bedenkt, dass Zahlenerhebung und Selbstmessung eben auch Gesundheit und damit ein längeres Leben bedeuten können oder auch aus wirtschaftlicher Sicht Unternehmenserfolg und damit die Sicherung von Arbeitsplätzen, wird schnell deutlich: Datenerhebung und -analyse liefern durchaus viele wichtige Vorteile. Dies wird zum Beispiel auch durch interne Tracking-Möglichkeiten, die das Unternehmen sell & pick bietet, deutlich. Durch Selbsterkenntnis der eigenen Leistung können Mitarbeiter ihre Potentiale voll ausschöpfen und somit selbst an der persönlichen Leistung arbeiten – denn nur wer weiß wo seine Stärken und Schwächen liegen kann aktiv Maßnahmen einleiten.

 

Self-Tracking ermöglicht, sich für das eigene Verhalten und die Ergebnisse daraus zu sensibilisieren. Richtig genutzt, werden Zustände dadurch sicht- und erkennbarer, berechenbarer und letztlich auch behandel- und optimerbar. Und das gilt nicht nur für den menschlichen Körper, sondern eben auch für ein Unternehmen.

Darin stecken, trotz jeder Skepsis, die unbekannte Technologien immer mit sich bringen, enorme Chancen und Möglichkeiten. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man sich selbst oder seinem Unternehmen gegenüber niemals so objektiv sein könnte, wie es eine Maschine ist. Wer nicht aus den Augen verliert, dass Zahlen und Daten auch immer im Kontext betrachtet werden müssen, wird an der Quantified Self Bewegung Spaß haben und ihre Fortschritte positiv für sich nutzen können.

 

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