Strukturiertes strategisches Vorgehen vs. Bauchgefühl – Wie fahre ich im Businessalltag am besten?

 

Jeder Mensch fällt hunderte von Entscheidungen, jeden Tag. Die meisten davon sind klein – Kaffee schwarz oder mit Milch? Andere groß: welchen Job wählen, den in München oder den in Hamburg? Auch wenn es uns nicht so vorkommt, die meisten Entscheidungen fällen wir rein intuitiv. Unser Bauchgefühl, unsere Intuition gibt uns auch im Berufsleben immer wieder Orientierungshilfe – frage ich meinen Chef jetzt nach dem nächsten Urlaub oder lieber morgen, irgendwie sieht er schlecht gelaunt aus… Den inneren Kompass, einen siebten Sinn – wer wünscht sich das nicht?! Die gute Nachricht lautet: Jeder von uns hat ihn.

Waren es bei unseren Vorfahren noch Fragen über Leben und Tod, die sie rein intuitiv lösen mussten (z. B. Wo schlage ich heute mein Nachtlager auf?), sind es für uns heute eher Chancen, die wir richtig nutzen wollen. Wie beispielsweise die nach dem neuen Job, der höheren Position statt mehr Freizeit oder aber auch Gefühle wie „Mein Bauch sagt mir, dass die neue Kollegin falsch spielt.“ – nichts davon ist lebensbedrohlich, aber unsere Zufriedenheit wird dennoch beeinträchtigt, wenn wir uns falsch entscheiden. Darum überlegen wir, überlegen… und überlegen – wenn wir die Zeit dazu haben.

 

Tief im Inneren sind wir überzeugt: unsere Rationalität bringt uns ans Ziel und damit zur richtigen Entscheidung. Wissenschaftler haben aber festgestellt: das stimmt nicht. Selbst unsere scheinbar rationalsten Entscheidungen werden extrem vom Unterbewusstsein und vor allem von Emotionen gelenkt, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Der Grund dafür: jeden Tag muss unser Gehirn eine unglaubliche Menge an Infos aufnehmen und verarbeiten. Das ist so viel, dass es nur rund 40 Prozent davon bewusst wahrnehmen kann. Der große Rest ist Futter für das innere Archiv: das Unterbewusstsein.

 

Wenn wir nun eine Situation intuitiv erfassen, kommen solche Fetzen unseres Unterbewusstseins an die Oberfläche. Durch den Abgleich gespeicherter Erfahrungen können Parallelen entdeckt werden und so wird ein erstes Urteil über die Situation gefällt, was uns wiederum unmittelbar handlungsfähig macht. Ganz ohne, dass wir wissen, warum wir eigentlich so gehandelt haben. Dieser eingebaute Erfahrungsmotor funktioniert aber eben nur dann, wenn wir auf unsere Intuition hören.

 

Dabei sollten wir aber immer im Hinterkopf behalten, dass nicht jeder unserer Gedanken eine wirklich GUTE Idee ist, die es umzusetzen gilt. Jeder von uns kennt mindestens eine Person, die ständig blind ihrer Eingebung nachläuft und sich damit immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Besser ist da: Empfindungen und Emotionen vorher prüfen. Denn es gilt: Emotion ist nicht gleich Intuition. Manchmal misstraut man der neuen Kollegin auch einfach nur, weil sie die gleiche Nasenform hat, wie die Freundin aus der Schulzeit, die mal so böse über einen gelästert hat. Die Devise lautet also: bevor ich blind einer Emotion folge, halte ich lieber kurz inne und frage mich: warum zieht es mich gerade in diese Richtung?

 

Gleiches gilt in der Position als Unternehmer. Gerade nach jahrelanger Berufserfahrung ist man sich sicher sein Business zu kennen und daraus resultierend verlässliche Prognosen treffen zu können. Und bestimmt hat man im Laufe der Zeit ein gutes Händchen dafür bekommen, wie viele Portionen vorbereitet werden müssen, oder mit welchem Ansturm an bestimmten Wochentagen oder zu bestimmten Uhrzeiten zu rechnen ist. Oder – bezogen auf den Handel – welche Teile die kommende Saison der absolute Renner und welche eher ein Ladenhüter werden. Und oft ist es gerade das gute alte Bauchgefühl, dass zu richtigen Entscheidungen führt z. B. hinsichtlich der Personaleinsatzplanung.

Aber kein Mensch ist eine rationale Maschine und kann rund um die Uhr sämtliche Unternehmensbereiche im Blick haben. Andere Entscheidungen wiederum haben einen langfristigen Planungshorizont und wollen wohl überlegt sein – da hilft es das Ganze mit Strategien und Kennzahlen zu untermauern, um auf Nummer sicher zu gehen.

 

Wer sich rein auf sein Bauchgefühl verlässt, kann sich vielleicht schnell selber verlassen fühlen. Die ultimative Grundregel lautet also: beides kombinieren – Intuition PLUS strukturiertes Vorgehen. Höre zwar auf Deinen inneren Kompass, aber vertraue den Emotionen nicht blind. Denn gerade, wenn es um wegweisende Entscheidungen in unserem Leben geht, ist der Verstand ebenso gefragt.

 

Für den Unternehmer bedeutet dies konkret: In manchen Situationen kann man gut und gerne vermehrt auf sein Bauchgefühl hören – beispielsweise in Vorstellungsgesprächen. Und für rationale kennzahlenbasierte Entscheidungen gibt es die Software-Plattform sell & pick, die einen umfassenden Unternehmens-Überblick und -Einblick in Echtzeit gewährt. Daraus lassen sich kurz- und langfristige Strategien ableiten.

 

 

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