Künstliche Intelligenz – wird der Mensch ersetzt oder ergänzt?

Wer noch nicht erkannt hat, dass intelligente Maschinen schon längst Einzug in unseren Alltag gefunden haben, der lebt wohl in seiner eigenen Welt… Kundenservice-Bots auf Webseiten, Drohnen als Foodlieferservices, selbstfahrende Autos, Gesichtserkennung per Scherheitssystem – künstliche Intelligenz hat in vielen Bereichen unseres Alltags Einzug gehalten. Und wird es in den kommenden Jahren verstärkt tun. Trotzt anfänglicher Skepsis vieler: dieser Trend birgt große Chancen, denn Maschinen ersetzen in vielen Fällen nicht unbedingt Menschen. Sie ergänzen sie. Und sorgen wiederum dafür, dass an anderen Stellen menschliche Ressourcen frei werden – für andere und komplexere Aufgaben.

Erst einmal die Frage: was beunruhigt uns gemeinhin eigentlich so an denkenden Maschinen? Der Mythos der welterobernden Technikmacht, die sich alle Maschinen und Computer, in gebündelter Form, auf unserem Planeten zunutze macht, sie vernetzt und gegen uns ausspielt kann es wohl nicht sein – zu sehr Blockbuster! Nein, es ist vielmehr die Angst der Menschen vor seiner eigenen Spezies – genauer gesagt, den Mitmenschen, die künstliche Intelligenz falsch nutzen. Stichwort Datensammlung und -klau. Denn um intelligent zu sein und zu bleiben, muss die Technik die Möglichkeiten und Kapazitäten haben, eine unglaubliche Menge an Daten zu speichern – nonstop. Und unabhängig davon wie privat sie für den einzelnen sind. Ein hoher Preis für die Weiterentwicklung, ohne Frage. Aber es stecken eben auch große Möglichkeiten darin. Für die Wirtschaft und damit letztlich auch für jedes einzelne Mitglied der Gesellschaft.

 

Um nur ein paar Aspekte zu nennen: Wie wäre es, wenn es in vielen Fabriken und Industrien Maschinen gäbe, die selber entscheiden könnten, wann sie laufen und wann nicht? So würden sie die Produktion etwa dann hochfahren, wenn es nicht nur die Nachfrage erlaubt, sondern auch der Betriebskostenpreis begünstigt. Das würde dazu führen, dass das Unternehmen weitaus wirtschaftlicher arbeitet und damit auch seine Mitarbeiter besser bezahlen kann. Nun, Fabriken mit solch intelligenter Technik gibt es in Deutschland tatsächlich schon. Sie sind Pioniere. Und zeigen als solche, dass intelligente Technik effektiv arbeitet. Tatsächlich ist es sogar so, dass eine Vielzahl an Firmen, die ihre Kernprozesse automatisieren, ihre operationelle Effizienz verbessern – indem sie sich wiederholende Aufgaben von Maschinen ausführen lassen. Der Faktor „menschliches Versagen“ setzt hierbei aus und sie können genauere Ergebnisse erzielen.

 

Und vielleicht betrachtet man den Hype auch einfach mal aus einem anderen Blickfeld: Klar, Computer und Roboter werden heute schon an vielen Stellen statt einer menschlichen Arbeitskraft eingesetzt. Sie treten aber hauptsächlich dort auf, wo es um stupide und immer gleiche Arbeitsschritte geht. Zum Beispiel am Fließband. Letztlich sorgen sie damit auch dafür, dass durch die frei werdenden Arbeiter auch Kapazitäten frei werden. Eben jene Kapazitäten, die ein denkendes menschliches Wesen nun einmal hat im Gegensatz zu einer Maschine, die nur reproduzieren kann.

Wir denken an all die wunderbaren Berufsfelder, die mit Kreativität, Herz und Verstand zu tun haben. So wird eine Maschine bestimmt immer ein Auto zusammenschrauben, sie wird es aber niemals entwerfen können – nach dem Lebensgefühl, der Idee, die letztlich hinter jeder Marke steckt und nicht nur deren Identität, sondern auch die des potentiellen Käufers ausmacht. Solche teilweise hoch emotionalen Konstrukte sind auch intelligenten Maschinen fremd. Und unverständlich. So mag es schließlich sein, dass wir im Zuge der Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz vielleicht auch eine Aufwertung des kreativen Sektors und seiner Errungenschaften erfahren dürfen. Das wäre sicher erfreulich.

 

Abgesehen davon: viele Experten gehen ohnehin davon aus, dass trotz der enormen Zunahme der KI-Entwicklungen deren finaler Durchbruch nicht mehr in diesem Jahrhundert zu erwarten ist. Während Roboter ohne Frage enorme Datenmengen verarbeiten können, sich in vielen und immer mehr routinierten Arbeitsabläufen bewähren und auch im Hinblick auf ihre Kosten unschlagbar sind, werden wir ganz sicher noch lange Menschen brauchen, die mit ihrer Intuition, strategischem Denken und auch mit ihrer Kreativität den wirtschaftlichen Erfolg unserer Unternehmen anführen.

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