Die Generation Y & ihre Ansprüche an den Job – Neue Maßstäbe für Arbeitgeber? 

Auslernen? So etwas gibt es heute nicht mehr. Schon gar nicht im Job. Technik, Programme, Workflows – das alles ändert sich heute so schnell, dass man sich als Arbeitnehmer stetig mitentwickeln muss. Und genau das will die junge Generation auch. Junge Menschen entscheiden sich heute nicht mehr für einen Beruf, weil ihn Mama oder Papa eben auch gemacht haben oder weil der Laden um die Ecke gerade einen neuen Verkäufer sucht. Nein, sie entscheiden sich bewusst für eine Tätigkeit, mit der sie sich voll und ganz identifizieren. Ein Job, den sie als sinnvoll erachten und dadurch auch hinter dem Unternehmen, dem Produkt, der Marke etc. stehen können. So sehen die heute 20- bis 34-Jährigen ihre berufliche Zukunft. Und als Unternehmen sollte man sich darauf einstellen. Denn im Jahr 2020 werden die Millennials weltweit mehr als ein Drittel der berufstätigen Bevölkerung stellen, heißt es in einer aktuellen Studie der Manpower Group.

 

Weitere Erwartungen der Generation Y: berufliche Anstrengung muss auch finanziell honoriert werden. Laut Studie sehen das über 90 Prozent der Befragten so. Fast 90 Prozent verlangen, dass ihr Arbeitsplatz sicher ist. Ebenso im Fokus: Die so schön benannte Work-Life-Balance. Dementsprechend favorisieren die meisten jungen Mitarbeiter flexible Arbeitszeiten. Und gute Stimmung im Team ist neben diesen Faktoren zur Arbeitszufriedenheit ebenso hoch gelistet. Mit dem Eintritt der Generation Y in den Arbeitsmarkt haben sich also auch die Ansprüche an den Arbeitgeber verändert.

 

Und wie wichtig es ist, sich die zu Herzen zu nehmen, wissen nicht nur Experten. Zufriedene Mitarbeiter am Arbeitsplatz heißt: Produktivität, Innovation und Arbeitnehmertreue. Das Zusammenspiel ist die Basis eines jeden Unternehmenserfolges. Daher scheint die wichtige Frage: wie lässt sich die Mitarbeiterzufriedenheit positiv beeinflussen? Möglichst so, dass eine Firma seine Mitarbeiter langfristig im größtmöglichen Motivationsmodus hält. Klar, bei der jungen Generation sind moderne Faktoren wie remote Arbeiten, höhere technische Standards etc. dazugekommen. Aber ihnen sind auch Aspekte wichtig, auf die die Elterngeneration schon Wert gelegt hat.

 

Die Basis für alles ist und bleibt gute und transparente Kommunikation. Klar, ich kann in meinem Job nur glücklich werden, wenn ich den zu mir passenden ausgewählt habe. Aber vorher ist es die Sache des Arbeitgebers, die Stellenausschreibung auch richtig zu kommunizieren. Detaillierte Beschreibungen, durchdachte Einstellungsprozesse, Bewerbungs- und regelmäßige Feedbackgespräche sorgen dafür, dass sich jeder im Team von Anfang an angekommen und auch im weiteren Verlauf seiner Karriere in einem Unternehmen nie abgehängt fühlt. Das ist die beste Ausgangslage für eine langfristige, gute Zusammenarbeit zwischen Führungs- und Ausführungsetage.

 

Ein weiterer Faktor, der früher wie heute eine große Rolle spielt, aber mitunter am häufigsten vernachlässigt wird: Wertschätzung. Der Begriff steht nicht etwa für einen netten, überfreundlichen/ oberflächlichen Ton. Im Gegenteil: Wertschätzung kann und sollte ein regelmäßiges, ehrliches Feedback enthalten. Wem gesagt wird, dass man mehr Potential in ihm vermutet, fühlt sich gesehen – als Teammitglied und als Mensch. Dadurch entsteht ein Miteinander auf Augenhöhe. In Verbindung mit der Möglichkeit, eigenverantwortlich zu arbeiten, ergibt sich eine Basis, von der ausgehend jeder Mitarbeiter aus sich selbst heraus bereit ist das Maximum zu leisten.

 

Goodies wie Pausenräume voller Gaming-Spaß, Softdrink all you can drink, Zeitschriften for free – mag sein, dass das Klischee der Startup-Szene, die sich seine jungen Mitarbeiter genau durch solche holen Gimmicks heranzieht, hier und da zutrifft. Langfristig sind es aber andere Argumente, die bei der Jobsuche der Genaration Y auf den Tisch kommen. Vielmehr sind es die oben genannten Faktoren, die die gute und fundierte Basis für die Zufriedenheit junger Leute am Arbeitsplatz liefern. Es mögen einige Maßstäbe dabei sein, die für viele Arbeitgeber ein Novum sind. Aber wie wir gesehen haben, gibt es auch viele Aspekte der Mitarbeiterzufriedenheit, die seit jeher eine Rolle spielen. Für viele Unternehmen werden trauriger Weise auch die neu sein. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

 

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