Work-Life-Balance – Wie sie sich wirklich in den Arbeitsalltag integrieren lässt

 

Die berühmte Work-Life-Balance – alle reden davon, nur wenige schaffen es wirklich, sie zu erreichen. Aber während manch einer im kleinen Familienbetrieb dauerhaft überarbeitet ist, manch anderer im Megakonzern an chronischer Unterforderung leidet, tüfteln immer mehr Arbeitgeber an internen Strategien, es ihren Mitarbeiter möglichst einfach zu machen, die Waage zu halten zwischen gesunder Herausforderung am Arbeitsplatz auf der einen und erholsamen Freizeit auf der anderen Seite. Aber welche Wege können Unternehmen gehen, um das zu gewährleisten? Denn mittlerweile wissen wir alle: ein fordernder Job kann die Lebensqualität steigern – zu viel Stress macht langfristig aber krank. Wer sein Team möglichst konstant glücklich und damit produktiv halten will, sollte sich um das Thema Work-Life-Balance eindeutig Gedanken machen. Aber auch der Arbeitnehmer ist für sein eigenes Glück verantwortlich.  

Die Möglichkeit von Zuhause oder aus dem Lieblingscafé heraus zu arbeiten, betriebseigene Kita und Lounge Areas – das sind nur der ersten Gedanken, die einem kommen, wenn man an innerbetriebliche Strategien denkt, die den Mitarbeitern den Arbeitsalltag möglichst angenehm gestalten sollen. Viele Unternehmen setzen zudem auf Pausenräume mit freizeitgestalterischen Elementen, siehe Kicker-Tisch, Fitness-Area etc. Das Ziel ist immer, ein angenehmes und vor allem flexibles Umfeld zu schaffen. Heißt: wenn ich zum Beispiel eigentlich wenig Zeit für eine Pause habe, habe ich dank solcher Möglichkeiten trotzdem mehr davon, weil meine Pause durch die geschaffenen Freizeitangebote aufgewertet wird. Zudem brauche ich nicht einmal das Gebäude verlassen, sondern kann von jetzt auf gleich meine freie Zeit genießen. Was es aber auch heißt: die Grenzen zwischen Job und Freizeit verschwimmen immer mehr. Denn natürlich sitzen meine Kollegen mit in der Lounge Area oder spielen mit mir am Kicker. Das stärkt die Bindung und fördert Freundschaften am Arbeitsplatz. Jedoch ist das nur dann erholsam, wenn sich auch alle Kollegen wirklich daran halten, in solchen Freizeitbereichen eben keine beruflichen Themen zu diskutieren. 

Welchen Stellenwert die Work-Life-Balance einnimmt, zeigt eine Studie unter Akademikern: Knapp 90 Prozent der Befragten gaben an, eine gesunde Work-Life-Balance sei bei ihrer Wahl des Arbeitgebers ein wichtiges Kriterium ist. Wiederum knapp 80 Prozent stellten vor allem heraus, dass sie darauf achten, dass das Unternehmen flexible Arbeitszeiten ermöglicht. Einem großen Teil der Befragten ist es zudem wichtig, dass man sich um das Wohlbefinden der Mitarbeiter kümmere. Für Letzteres werden in immer mehr Firmen sogar spezielle Stellen geschaffen – der zuständige Kollege heißt dann „Happieness oder Feel Good Manager“. Gerade junge Unternehmen fahren sehr gut mit dieser Strategie. Denn die Angestellten wissen es zu schätzen. Wie angenehm ist es bitte, einen Menschen zu haben, der sich nur mit der Stimmung im Team beschäftigt, gemeinsame Events organisiert und bei Diskussionspotential mediativ einspringt?! Andere beliebte Maßnahmen sind zum Beispiel: gemeinsame Sportangebote, das Anbieten von Sabbaticals, Coachings zum eigenen Lebensentwurf, etc. 

Aber die Work-Life-Balance ist nicht nur ein Thema, mit dem sich der Arbeitgeber auseinandersetzen sollte. Jeder Mitarbeiter ist selber dafür verantwortlich, dass in seinem Leben keine der beiden Seiten überhand gewinnt. Vielmehr sollte man die eigene Lebensqualität zum Projekt machen – und dem so viel Wichtigkeit beimessen, wie seinen beruflichen Verpflichtungen. Möglich wird das mit 3 ganz konkreten Tipps. 

1. Auch private Vorhaben, Termine und Hobbies gehören in den Terminplaner! 

Hat man sie erst einmal eingetragen, sind sie gesetzt. Heißt man nimmt sie viel ernster und verlässt das Büro auch wirklich pünktlich, um wie vorgenommen noch eine Stunde ins Sportstudio zu gehen. Oder einfach mal in Ruhe einkaufen, mit einem guten Glas Wein kochen… Was auch immer man selbst als „Quality Time“ definiert. Übrigens: Bewegung hat nicht umsonst den Ruf Glückshormone freizusetzen. Viele Menschen begreifen Sport als weitere Pflicht. Ist es aber gar nicht. Wer es ein paar Mal gemacht hat, wird feststellen: Wer sich in der Freizeit mehr bewegt, hat auch mehr Power für berufliche Herausforderungen. 

 2. Keinen Marathon planen, sondern kleine Sprints!

Statt mir vorzunehmen, heute diese extrem umfangreiche Präsentation für den neuen Großkunden fertigzustellen, lieber nur das erste Kapitel auf die 2Do-Liste setzen. Wenn ich dann widererwarten doch schon zwei, drei Kapitel weiterkommen, fühlt sich das doppelt so gut an. Und ich verlasse die Arbeit nicht frustriert, sondern zufrieden. Sprich: ich kann meinen Feierabend ganz anders genießen. Wichtig: viel zu oft hetzen wir von Ziel zu Ziel. Sich immer mal wieder Zeit zu nehmen, um sich für die erledigten Goals des Tages zu belohnen, wertet unseren Alltag enorm auf. Und motiviert uns immer wieder aufs Neue, die nächste Herausforderung anzugehen.  

 3. Laptop aus,… 

raus aus dem Büro, ab ins Auto und schon der Blick aufs Smartphone. Zuhause dann TV an, im Bett noch schnell alle Social Media Kanäle checken… Wer sich so viel mit künstlichem Licht bestrahlt, der kann nicht zur Ruhe kommen. Abgesehen davon, dass unsere schnelllebige digitale Informationskultur ein absoluter Zeitfresser ist. Und das ist auch völlig ok und hat ja auch ganz viele großartige Vorteile! Nur sollte man sich gezielt Pausen davon gönnen. Lieber den Feierabend ganz bewusst und analog einläuten. Statt Fernsehen vielleicht mal ein Buch lesen, statt mit 26 Freunden 263 Messages auf fünf Kanälen zu schreiben vielleicht einfach mal wieder den guten alten Anruf tätigen und sich zwar nur mit einem einzigen Menschen unterhalten, mit dem aber dann richtig. Solche Dinge entschleunigen ungemein. Einfach mal testen! 

Das Fazit? Der Begriff „Work-Life-Balance“ suggeriert uns, Arbeit und Leben sind Gegenspieler. Dem ist aber nicht so. Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitern keine Wohnlandschaften á la Möbelhaus oder Freizeitparks, Wellnesslandschaften und Co. zur Verfügung stellen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Job und Freizeit entsteht dann, wenn die Arbeitsbedingungen optimal sind. Das heißt, wenn mich mein Job optimal fordert, mich aber nicht überfordert. Ganz nach der Flow-Theorie, wie wir sie bei sell&pick immer wieder betonen. So bleibe ich als Arbeitnehmer inspiriert und motiviert und habe nach Feierabend noch genügend Power für alles das, was mir im Privatleben Freude bereitet. Moderne Arbeitsgestaltungstrends wie Homeoffice, Sabbatical, Happieness Management und Co. geben den Unternehmen von heute einige Tools für optimale Mitarbeiterzufriedenheit an die Hand. Die Basis ist aber sicherlich heute wie früher dieselbe: Ein Unternehmen, das die individuellen Persönlichkeiten seiner Mitarbeiter fördert, sie fordert und ihnen Raum zum Sein gibt, wird immer die besten Voraussetzungen dafür setzen, dass die Belegschaft eine gute Work-Life-Balance pflegen kann. Am Ende liegt es gleichermaßen aber auch am Mitarbeiter selbst, seine Bedürfnisse zu kommunizieren und sie wenn nötig, einzufordern. Kommunikation ist wie in vielen Fällen definitiv der richtige Weg – auch wenn es um die so viel beschriebene und geforderte Work-Life-Balance geht.  

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