Mitarbeiterbindung – Wie Unternehmen gute Arbeitskräfte langfristig halten

Gute Mitarbeiter zu finden, ist die eine Sache – die andere ist, sie auch zuhalten. Und zwar langfristig. Damit Highperformer sich über Jahre hinweg in einem Unternehmen wohlfühlen und ihr komplettes Herzblut in ihre Arbeit legen, müssen Arbeitgeber und Führungskräfte dafür sorgen, dass sie sich wohlfühlen – im Team, mit ihren Aufgaben und mit ihren Entwicklungsaussichten. Denn Mitarbeiterbindung beginnt nicht erst nach Jahren der Treue zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wenn man dem langjährigen Angestellten zum Jubiläum einen Straus Blumen überreicht – sie beginnt bereits am ersten Tag des Arbeitsverhältnisses. Das Zauberwort heißt: Mitarbeiterzufriedenheit.

Das Ganze beginnt schon beim Bewerbungsverfahren – in erster Instanz sind also die Personaler gefragt. Ein Bewerber, der hochtalentiert ist, der aber eine Erwartungshaltung mitbringt, die nicht zu den Vorstellungen des Unternehmens und/oder zum Arbeitsprofil passt, wird langfristig nicht in diesem Job (glücklich) bleiben. Im ersten Gespräch muss also schon herausgefunden werden, ob der Bewerber persönliche Erfüllung und Zufriedenheit in diesem ausgeschriebenen Job finden kann. Darum gilt als oberste Regel: unbedingt die Erwartungshaltungen vergleichen!

Außerdem extrem wichtige Aspekte bei diesem Thema, wie die Soziologen James Waldrop und Timothy Butler herausgefunden haben: Fähigkeiten, Wertvorstellungen und Interessen. Ein Mensch bringt nur dann gute Leistung, wenn er sich mit seiner Aufgabe identifizieren kann, wenn sie ihm sinnhaft und erfüllend erscheint. Das sind die Grundpfeiler der intrinsischen Motivation, die bewiesenermaßen so viel mehr Auswirkungen auf unseren Tatendrang haben, als extrinsische Aspekte – zum Beispiel die monetäre Vergütung.

Grundsätzlich kann man natürlich sagen, dass sich Mitarbeiterzufriedenheit immer dann einstellt, wenn jedes Teammitglied das Gefühl hat, dass es gesehen wird – als Individuum mit seinen Talenten, seinem Skilltree und den persönlichen Karriere-Meilensteinen. Wenn die eigene Arbeit nicht nur für einen selber wertvoll ist, sondern auch von anderen als wertvoll angesehen wird, dann ist die Mitarbeiterbindung auf einem guten Weg. Jedes Teammitglied wertschätzen und „sehen“ bedeutet aber auch, ihm entgegenzukommen, in seinen Wünschen rund um den Arbeitsalltag. Es ist darum naheliegen, dass auch Maßnahmen wie die Einführung von Home Office, Sabbatical und Co. dazu beitragen, dass Leistungsträger erst gar nicht auf den Gedanken kommen, den Job wechseln zu wollen.  Dazu kommen Verpflegungen wie Getränke, Kaffee und Obst, Schokolade, Sport- und Freizeitangebote – alles toll! Aber eben nur als Add-on. Wenn ein Mitarbeiter nicht von Grund auf das Gefühl hat, seine Tätigkeit führt zu etwas, fordert ihn heraus, sodass er daran auf positive Weise wachsen kann, helfen auch alle Annehmlichkeiten nichts. Extrinsische Motivation bleibt eben immer weit hinter der intrinsischen Motivation zurück – das gilt auch für den so wichtigen, wie viel diskutierten Themenschwerpunkt der Mitarbeiterbindung.

 

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